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HAT SICH ERLEDIGT

Die Trennung

Wir werden uns leider von unserem treuen Freund Gö-TZ trennen müssen! Da es in Kenia noch immer Unruhen und Ausschreitungen gibt, haben wir die schwere Entscheidung getroffen ohne Multicar weiter zu reisen. Es ist zwar noch ein wenig hin bis wir Kenia theoretisch erreichen würden, aber die politische Lage, die dort vorherrscht, scheint sich nicht in den nächsten Wochen zu beruhigen. Mittlerweile gibt es diverse Flüchtlingslager, wo schon die ersten Versorgungsengpässe bestehen. Diesel und Nahrungsmittel sind knapp geworden, die Grenze zu Uganda ist dicht und die Berichte einiger Overlander aus Kenia klingen nicht gerade vielversprechend.

Zum einen sind es die Bedenken, ob wir unbeschadet Kenia passieren können und zum anderen, was auch der Hauptgrund unserer Endscheidung ist, das schlechte Gefühl welches wir hätten, wenn wir bei dem Mangel tanken oder Essen kaufen würden. Unser Gewissen macht uns da einen Strich durch die Rechnung.

Lange haben wir uns über eine Alternativroute Gedanken gemacht. Der Süd Sudan fällt wegen unpassierbarer Wege flach und die Möglichkeit des Seeweges lässt unsere Reisekasse nicht zu. Zumal die Verschiffung nach Deutschland erheblich günstiger ist, als das Multicar von Djibuti nach Dar es Salam (Tansania) via Seeweg zu schicken.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, Götz im Sudan zu verladen und im Container zurück nach Deutschland zu verschiffen. Damit fällt auch Äthiopien im Multicar aus, was uns sehr traurig stimmt. Unser Vorhaben war es „Mit dem Multicar durch Afrika“ zu fahren, was jetzt nicht mehr möglich scheint. Selbst für den Fall, dass der Motor komplett ausfällt hatten wir uns schon überlegt zwei Esel zu kaufen und, nach ausgebauter Panorama-Windschutzscheibe, diese vor unser Gefährt zu spannen.

Wir werden aber trotzalledem nach Kapstadt weiter reisen. Von Äthiopien aus fliegen wir über Kenia hinweg nach Tansania. Von dort aus geht es dann wieder über Land mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Leider haben wir durch diese Aktion erhebliche Einbußen in der Reisekasse erlitten und so wird unser einziger Luxus höchstens ein bis zwei Bier sein. Wir freuen uns natürlich noch immer über viele bekannte Gesichter in Kapstadt!!!!!


Niklas und Malte

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